Übung: Waldbrand in Stössing

von Ronald Boda, ASBÖD

54 Feuerwehr­mitglieder des Unter­abschnitts Kasten stellten sich am Sonntag­vormittag einer anspruchs­vollen Übung. Ein ange­nommener Wald­brand in un­weg­samem Gelände, eine verletzte Person und eine aufwendige Wasser­versorgung verlangten den Einsatzkräften einiges ab. Rund 2 Kilometer Schlauch­leitung, zahlreiche Trag­kraft­spritzen, Tauch­pumpen und Strom­erzeuger kamen dabei zum Einsatz.

Das Übungsszenario hatte BI Daniel Höfler ausgearbeitet. Angenommen wurde ein Waldbrand in einem schwer zugänglichen Wald­stück, in dem sich zudem eine verletzte Person befand. Für Übungs­einsatz­leiter OBI Franz Rumel und seine Mannschaften stellte vor allem die Wasser­versorgung eine besondere Heraus­forderung dar.

Der lehmige, durch die Feuchtigkeit aufgeweichte Boden machte eine Zufahrt mit schweren Einsatz­fahr­zeugen unmöglich. Deshalb war zunächst vor allem Muskel­kraft gefragt. Insgesamt 67 B-Schläuche mit jeweils 20 Metern Länge mussten verlegt werden, um das Lösch­wasser bis zum an­ge­nommenen Brandherd zu transportieren. Erst im weiteren Übungs­verlauf konnten Traktoren zur Unter­stützung eingesetzt werden, die Schläuche, Pumpen und weitere Aus­rüstung in das höher gelegene Gelände brachten.

Wertvolle Unter­stützung aus der Luft lieferte die Drohnen­gruppe der Feuerwehr Hafnerbach-Markt. Mit ihren Luft­auf­nahmen verschaffte sie der Einsatz­leitung einen Überblick über das weit­läufige Übungs­gebiet. Die Wärme­bild­kamera half dabei, die simulierten Brand­herde zu lokalisieren. Darüber hinaus konnte mithilfe der Drohne auch eine verletzte Person aufgespürt und der Rettungs­trupp gezielt zu ihr gelotst werden.

Gute Zusammenarbeit als entscheidender Faktor

Bei der anschließenden Übungs­nach­be­sprechung hob Unter­abschnitts­kommandant HBI Michael Zeller insbesondere die Bedeutung der Zusammen­arbeit mit der örtlichen Land­wirtschaft hervor. Gerade bei Wald­bränden in schwer zugänglichem Gelände sei ein guter Kontakt zu den Land­wirten wichtig, die im Ernstfall mit ihren Traktoren wertvolle Unter­stützung leisten können.

Auch der Vize­bürger­meister der Gemeinde Stössing, Günter Illmayer, zeigte sich von der professionellen Vor­bereitung und Durch­führung der Übung beeindruckt.

Unter den Übungs­beobachtern befand sich außerdem Helmut Gabler, ehemaliger Bezirks­stellen­leiter-Stell­vertreter des Roten Kreuzes. Er bezeichnete die Übung als besonders interessant, da diesmal, wie er augen­zwinkernd anmerkte, „nicht nur auf ein Hausdach gespritzt wurde“.

Zum Abschluss ließ Übungs­einsatz­leiter OBI Franz Rumel die körperlichen An­strengungen des Vormittags nochmals Revue passieren. Besonders der Transport der umfang­reichen Ausrüstung und das Verlegen der langen Schlauch­leitung hatten den Teilnehmern einiges abverlangt.

Nach der erfolgreichen Übung waren schließlich alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Jause und Getränken eingeladen.

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